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Wo sind wir?

Es dauert eine Weile, bis die Anwesenden realisieren, dass die Geräuschkulisse nicht vom Stein ausgeht, sondern von außerhalb des Anwesens kommt. Eine Frau stürmt hektisch zum Fenster und schaut im nächsten Moment überrascht hinaus, als würde sie sich nicht mehr daran erinnern, wie sie hier hergekommen sei. Auch andere Gäste zieht es zu den Fenstern, diese blicken dann aber im nächsten Augenblick ebenso verwirrt drein. Du beschließt aufzustehen und Raimund zu folgen, der sich in Richtung des Ausgangs begibt, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. 

Ihr öffnet die Tür und findet euch auf einem Marktplatz einer Stadt wieder. Wo bist du und wie bist du hierher gekommen? Du beschließt dich umzusehen: In Mitten des Marktplatzes steht ein Brunnen, in dem sich das Wasser bereits blutrot gefärbt hat und ein lebloser Körper halb über dem Rand hängt. In einiger Entfernung hinter dem Brunnen siehst du eine blau leuchtende Kuppel, die einige größere Gebäude umschließt. Etwas rechts davon, jedoch noch weiter entfernt, siehst du auf einer kleinen Anhöhe ein Schloss stehen. Am Brunnen vorbei nach links schauend, entdeckst du einen riesigen Baum, sicherlich 40 Schritt hoch, dessen Krone aussieht, als hätte sie bereits Feuer gefangen. Es sieht aus, als befände sich der Baum noch innerhalb der Stadt, doch fast an der Stadtmauer. Der Nachthimmel weit zu deiner Linken erstrahlt im Licht unzähliger Brände und der Geruch von verbranntem Holz und versengtem Fleisch erfüllt die Luft.

Als du dich umdrehst, um in das Anwesen zurück zu schauen, kannst du zwar noch das selbe Interieur durch die Fenster hindurch sehen, dir fällt aber auf, dass sich die Fassade des Gebäudes geändert hat und nun der einer typischen Taverne ähnelt. Untermalt wird das Bild durch ein Hängeschild über dem Eingang, welches einen vollen Bierkrug zeigt. Du wendest dich wieder dem Geschehen zu und erblickst, wie vom einen auf den anderen Moment ein Riss in der Luft entsteht, aus dem orange-hellrotes Licht dringt. Der Riss wird immer größer und flimmert vor Hitze und plötzlich steigen infernale Kreaturen heraus, die sich rasch in die Gassen verteilen, aus denen nun weitere panische Schreie zu hören sind. Dann schließt sich der Riss wieder.

"Was um alles in der Welt...", fragt sich Raimund und schaut in die Runde der Anwesenden, welche sich mittlerweile alle auf dem Marktplatz eingefunden haben.
"Wo sind wir? Wo habt ihr uns hingeführt? Sind wir in einem Traum? Fühlt' sich zumindest sehr real an.", äußert einer der Gäste und starrt Raimund vorwurfsvoll an. 
"Ich weiß es selbst nicht, das ist noch nie passiert, als ich den Stein benutzt habe.", antwortet er zögerlich und versucht sich einen Überblick zu verschaffen. 

"Ich glaube euch kein Wort!", ruft einer der Helden und beginnt damit eine lautstarke Diskussion, in der viele der Anwesenden ihrem Ärger Luft machen. "Hört mir zu, ich kann es mir auch nicht erklären.", äußert Raimund. "Ich weiß nicht wo wir oder wie wir hier hergekommen sind. Aber wir sollten schleunigst einen Ausgang finden oder zumindest Herr der Situation werden, bevor uns die Flammen holen... oder schlimmeres.".

!SPOILER! Nur weiterlesen, wenn: 

Motiv Erkennen - Probe 10+

Anscheinend hat Raimund tatsächlich keine Ahnung, wo ihr euch befindet. Du schätzt seine Antwort als ehrlich ein und bemerkst, wie er versucht dem Chaos Herr zu werden.

 

 

"Und was tun wir nun?", fragt jemand aus der Gruppe. "Aus der Richtung kommen Schreie! Vielleicht sollten wir dort einmal nachsehen. Mit etwas Glück finden wir auch jemanden, der unsere Fragen beantworten könnte.", antwortet ein anderer. "Blödsinn! Wenn wir überhaupt eine Chance haben herauszufinden, was uns widerfahren ist, dann wohl eher bei dieser magischen Kuppel dort!", kontert ein Mann mit drahtiger Gestalt. "Aber wir können doch die ganzen Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen! Wir müssen etwas unternehmen.", wirft eine Frau ein. "Wir wissen doch nicht einmal, ob das hier überhaupt real ist, also was kümmern euch ein paar unwissende Dorfbewohner?", ruft ein anderer.

"Sicher ist, wenn wir hier noch weiter rumstehen, erreichen wir gar nichts. Die Feuer breiten sich immer weiter aus, das Viertel wird bald lichterloh in Flammen stehen. Ich würde vorschlagen, dass wir uns dem dringlichsten Problem annehmen -egal ob real oder nicht. Sollten wir die Chance verpassen dort noch herauszufinden, wie wir nach Hause kommen, bevor die Flammen alles verschlingen, werden wir sicherlich viel größere Sorgen haben.", entgegnet Raimund, woraufhin die Diskussion erlischt. "Wir sollten jedoch das Anwesen -ich meine die Taverne, also... der Ort, durch den wir hergekommen sind, nicht unbeaufsichtigt lassen. Vielleicht ist dies unser einziger Weg zurück. Ich für meinen Teil werde allerdings alles in meiner Macht stehende tun, einen Ausweg zu finden -das bin ich euch wohl schuldig. Wer möchte sich mir anschließen?", fordert Raimund auf. 

Nachdem du dich mit einigen weiteren Freiwilligen um Raimund versammelt hast, begebt ihr euch gemeinsam auf den Weg in das dicht besiedelte Viertel und schätzt, dass das Unheil hier wohl am stärksten wütet. Einige infernale Wesenheiten jagen die Bürger kreuz und quer durch die engen Gassen und treiben sie in alle Richtungen eines schier unüberschaubaren Labyrinths aus Häusern, Hütten und Hinterhöfen. Brände lassen donnernd die Holzbalken einiger Gebäude einstürzen und der Funkenflug über diesem Stadtteil bildet ein Meer aus kleinen orangenen Lichtern, die genauso schnell vergehen, wie sie von den teils eingestürzten Dächern entsprungen sind. Die Hitze schlägt dir rücksichtslos entgegen und spannt die Haut in deinem Gesicht und den unbedeckten Körperstellen.

Ihr bemerkt recht schnell, dass ihr hier wohl weniger Antworten finden werdet. Im gesamten Viertel ist bereits wilde Panik ausgebrochen, und wenn ihr nicht koordiniert vorgeht, wird es schwierig sein, jemanden in der Hektik zu fragen oder um Hilfe zu bitten. Ihr beschließt, nach weiterem Hin und Her an Argumenten und Gegenargumenten, es in dem Viertel mit der blauen Kuppel zu versuchen.

Gebäude kommen hier vereinzelter vor, sind dafür aber größer und imposanter. Die Straße der ihr folgt mündet in einem kleinen Platz, der von der Kuppel eingeschlossen ist. Vor dieser Kuppel, welche eine Art magische Barriere zu sein scheint, häufen sich etwas weiter in Richtung der Kirche Dämonen und schlagen wild darauf ein, was helle Lichtblitze über die Oberfläche huschen lässt. Durch die Kuppel hindurch kannst du drei Gebäude verschwommen ausmachen. Eine Kirche, dessen Symbol auf dem Turm dir aber nichts sagt, etwas, das aussieht wie eine Bibliothek, und ein Anwesen, welches von vielen Türmen geziert wird. Ihr könnt die Barriere ungehindert passieren und als ihr euch weiter in Richtung des Platzes bewegt, kannst du erkennen, um was genau es sich bei dem Haus mit den Türmen handelt: "Magiergilde" steht im Bogen über der Eingangstür.

Ihr beschließt dort nach Antworten zu suchen und tretet ein. Im Raum zu eurer Rechten kannst du einige Personen in Roben sehen, die im Kreis stehen und angestrengt versuchen, einen Zauber aufrechtzuhalten. Einer der Männer scheint euch bemerkt zu haben und bittet euch mit angestrengter Stimme, einen Fokus aus einem der Türme zu besorgen, bevor die Barriere zusammenbricht.

Ohne Fragen zu stellen folgt ihr den Anweisungen und begebt euch zu dem besagten Turm, nur um dort festzustellen, dass der Kristall durch ein Rätsel gesichert ist. Es dauert eine Weile, doch als Gruppe schafft ihr es durch Ausprobieren und geschicktes Kombinieren der Möglichkeiten, die euch das Rätsel gibt, an den Kristall zu gelangen. Mit diesem kehrt ihr zurück zu den Magiern, die euch bitten, den Kristall in den Kreis zu legen. Du siehst, wie der Kristall anfängt zu schweben und die blaue Energie in sich aufsaugt, bis er klirrend in der Luft verharrt.

Sichtlich erschöpft bedankt sich der Magier, der euch zuvor bemerkt hat, für die Hilfe. Er stellt sich als Altharion vor, der Gildenmeister.

Ihr schildert ihm eure Situation und fragt, ob er sich erklären könnte, wie ihr hierhergekommen seid oder was hier grade passiert. Sichtlich verwundert antwortet er euch, dass dies die Stadt Aledra ist, kann euch auf die beiden anderen Fragen aber leider auch keine Auskunft geben.
Du hast den Namen der Stadt noch nie gehört...

!SPOILER! Nur weiterlesen, wenn: 

Nachforschungen - Probe 14+

...bist dir aber ziemlich sicher, dass sie sich nicht auf Galduria befindet. Von einer Stadt dieser Größe hätte man sicherlich gehört.

Ernüchtert darüber, keine hilfreichen Antworten bekommen zu haben, beschließt ihr weiterzuziehen. Altharion gibt euch noch eine kleine Ampulle mit klarer Flüssigkeit und merkt an, dass dies vielleicht hilfreich sein könnte. Dann brechen auch die Magier auf, vermutlich um die Stadt vor den Angreifern zu verteidigen.

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